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Es gibt sehr viele Theorien über die Herkunft der Spielkarten und deren Einführung in Europa. Die glaubwürdigste These ist wohl die, das die Spielkarten im 14. Jahrhundert aus dem Orient von den Arabern über Spanien und Italien nach Europa gebracht wurden. Eine andere Theorie sagt, das die Karten von den Zigeunern nach Europa gebracht wurden. Sicher ist, das die Spielkarten erwähnt wurden bevor es hier die ersten Zigeuner gab.
Erstmals wurden die Spielkarten in Spanien und Frankreich erwähnt. Der Dichter Cervantes schreibt in einigen seiner Werken von Spielkarten und nannte sie, “des Teufels Gebetbuch”.
Das Französische Blatt erschien zuerst. Es entwickelte sich wahrscheinlich aus dem Tarotspiel, das sich aus 56 Karten (kleine und grosse Arkane) zusammensetzt. Für die Tarotkarten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten sie zu deuten, aber es gibt immer einen Zusammenhang zwischen dem Schicksal des Menschen und dem Kosmos.
Spielkarten symbolisieren z.B. das Dualitätsprinzip des Lebens. Die beiden Farben rot und schwarz stehen für Gut und Böse oder Leben und Tod. Die Werte der Karten bilden eine Hierachie, wie sie auch im wirklichen Leben vorkommt. Die vier Jahreszeiten werden von den vier Farbenfamilien des Spiels symbolisiert. Es gibt 13 Karten (von der 2 bis zum Ass), diese stehen für die 13 Mondphasen eines Jahres., die 12 Bildkarten stellen die 12 Monate eines Jahres dar. Die 52 Karten stehen für die 52 Wochen eines Jahres. Die Summe der Kartenwerte ergibt 364 zählt man 1 für den Joker hinzu, ergibt das 365, die Tage eines Jahres.
Spiele mit weniger als 52 Karten sind unvollständige Spiele, die wegen der Vereinfachung in einigen Kartenspielen gebraucht werden.
Im 14. Jahrhundert repräsentierten die Kartenfarben die Prinzipien der damaligen Gesellschaft. Karo stand für das Kapital, Herz (früher Kelch) für die Kirche, Pik für das Schwert (Adel) und Kreuz für die Macht. Erst die Franzosen benannten die Kartenwerte so um, wie wir sie heute kennen.
Wenn früher mit Karten gespielt wurde, dann immer um Geld, daher wurde das Spielen mit Karten durch viele Edikte verboten. Einige der damaligen Kartenspieler wollten sich Vorteile verschaffen, um so zu gewinnen, diese entwickelten die ersten Tricktechniken mit Karten. Die ersten Kunststücke wurden von Leuten erfunden, die gerne vorführten, z.B. Gaukler oder Schausteller.
Der erste Karteneffekt soll das Erraten einer gewählten Spielkarte gewesen sein. Der erste Kartenzauberer, der in der Literatur erwähnt wurde, war Dalmau, ein Zauberkünstler aus Spanien, der Ende des 16. Jahrhunderts Kartenkunststücke vor Karl V vorführte. Es gab viele Zauberkünstler, die Einfluss auf die Kartenzauberei nahmen, erwähnen möchte ich: Pinetti (Italien), Robert Houdin (Frankreich), Hofzinser (Österreich), Charles Bertram (England) und Erdnase (USA). Erdnase schrieb erstmals viel über das Falschspiel in der Kartenzauberei. Den grössten Einfluss in der Kartenzauberei hatte Dai Vernon, der auch als “Professor” in die Geschichte der Zauberkunst einging.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahmen viele Autoren und Vorführende einen grossen Einfluss auf die Kartenzauberei, zu erwähnen wären da, Rossetti, Annemann, Braue, Hugard, Hoffmann, Horster und in der zweiten Hälfte, Ed Marlo, Louis Ganson, Harry Lorayne, Frank Garcia, Stephen Minch, Richard Kaufman, JuanTamariz, Arturo di Ascanio.
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