Zauberkünstler

Nachfolgend eine kleine Auswahl von Zauberkünstlern, die einen nachhaltigen Einfluß auf ihre Nachfolger und die weitere Entwicklung der Zauberkunst ausübten.

ca. 2900 v. Chr.

Dedi

 

Soll am Hof von König Cheops einer Gans den Kopf abgeschnit-
ten und anschließend das Tier wieder lebendig gemacht haben. So steht es im Westcar Papyrus, dem ältesten Dokument, das von der Zauberkunst berichtet, beschrieben.

 

 

1538 - 1590

Reginald Scott (Brite)

 

Er schrieb das erste Zauberbuch ““Discovery of Witchcraft” und das im Jahre 1584.

 

 

1694 - 1763

Joseph Fröhlich (Deutschland)

 

Hofnarr und Hoftaschenspieler am Hofe von August dem Starken.

 

 

1735 - 1795

Philadelphia (Jacob Meyer) (USA)

 

Aus Vorträgen über Mathematik, Mechanik und Metaphysik entwickelte er eine magische Show. Er bereiste Deutschland, England, Irland, Spanien und Portugal.

 

 

1750 - 1800

Joseph Pinetti (Italien)

 

Er machte die Zauberkunst zu seinem Beruf und reiste durch Frankreich, Deutschland, Portugal und Russland. Vorher war er Professor der Mathematik und Physik in Rom.

 

 

1793 - 1863

Bartholomeo Bosco (Italien)

 

Die Vorführung des Becherspiels machte ihn besonders bekannt.

 

 

1801 - 1864

Ludwig Döbler (Österreich)

 

Sehr beliebter Bühnenmagier zu seiner Zeit in Wien. Er unter-
nahm Tourneen durch Deutschland, Frankreich, Russland, England und den Niederlanden. In Wien wurde eine Straße nach ihm benannt. (Döbler-Gasse)

 

 

1805 - 1871

Jean-Eugène Robert-Houdin (Frankreich)

 

Von Beruf Uhrmacher und Automatenbauer, er baute 1845 in Paris ein eigenes Theater, das noch nach seinem Tod bis 1920 weiterbestand. Seine Geschicklichkeit als Mechaniker machte ihn zum größten Magier seine Zeit. Er machte die Zauberkunst gesellschaftsfähig und entwickelte sie zu einer theaterähnlichen Form. Viele folgenden Generationen nahmen sich seine Vorstel-
lungen zum Vorbild.

 

 

1806 - 1875

Johann Nepomuk Hofzinser (Österreich)

 

Von Beruf war er Beamter im Finanzministerium und er genoss hohes Ansehen in der gehobenen Gesellschaft Wiens. In seiner Wohnung führte er am liebsten Kunststücke mit Spielkarten vor und er entwickelte die Kartenzauberei zur wirklichen Kunst.

 

 

1819 - 1903

Wiljalba Frikell (Deutschland)

 

Er entwickelte den Stil des Manipulators, der ohne Geräte und Apparate auf eine leeren Bühne auftritt.

 

 

1828 - 1885

Bellachini (Samuel Berlach) (Deutschland)

 

Berühmtester und bekanntester deutscher Zauberkünstler seiner Zeit, zog 40 Jahre lang als Jahrmarktszauberer vorwiegend durch Deutschland.

 

 

1839 - 1917

John Nevil Maskelyne (Großbritannien)

 

Mit seinem Partner Georges Cook führte er in der Egyptian Hall vor allem Illusionen vor. Von da an war das kleine Theater 30 Jahre lang das feste Zaubertheater von London. Später wurde David Denant sein Partner.

 

 

1839 - 1928

Ben Ali Bey (Max Auzinger) (Deutschland)

 

Er machte das Schwarze Kabinett bekannt.

 

 

1841 - 1877

William Davenport (USA)

 

Zeigte mit seinem Bruder Ira Eratus Davenport (1839-1911) die erfolgreichste Show spiritistischer Medien. Sie bereisten auch Frankreich, England, Deutschland und Russland.

 

 

1844 - 1896

Alexander Herrmann (Deutschland/USA)

 

War 1870 bekanntester Illusionist, der auch sehr viele Illusionen erfand, bereiste Europa und Südamerika.

 

 

1847 - 1903

Buatier de Kolta (Joseph Buatier) (Frankreich)

 

Erfand viele klassische Kunststücke, eines seiner erstaunlichsten Kunststücke war der wachsende Würfel.

 

 

1849 - 1922

Harry Kellar (Heinrich Keller) (USA)

 

Seine Karriere begann als Assistent der Gebrüder Davenport. Danach reiste er mit einem eigenen Programm durch Mexiko, Mittel- und Südamerika. Während der Überfahrt nach Europa gingen seine ganzen Utensilien bei einem Schiffsunglück verloren. Er kehrte dann nach Lateinamerika zurück und zog dann mit verschiedenen Partnern durch Kleinasien, China, den Orient, Afrika und England. Seine größten Erfolge hatte er um 1884 in den USA, 1908 übergab er seine Show an Thurston.

 

 

1861 - 1918

Chung Ling Soo (William E. Robinson) (USA)

 

Er trat als Chinese auf und wurde bei einer Vorführung des Kugelfangs getötet.

 

 

1867 - 1938

T. Nelson Downs (USA)

 

Weltweit bekannt als “König der Münzen”. Viele grundlegende Münzengriffe, die er entwickelte,  sind noch heute von grund-
legender Bedeutung.

 

 

1868 - 1941

David Devant (David Wighton) (Großbritannien)

 

Langjähriger Partner von John Nevill Maskelyne.

 

 

1869 - 1936

Howard Thurston (USA)

 

Harry Kellar und er bereisten mit einer Riesenshow mit vierzig Mitwirkenden und 20 Lastwagen Gepäck herum. Die Vorstellun-
gen der beiden wurden von ca. 60 Millionen Menschen besucht.

 

 

1873 - 1993

Horace Goldin (Polen)

 

Die Illusion der “zersägten Jungfrau” wurde von ihm erfunden, die Arme, Beine und der Kopf waren während des Zersägens sicht-
bar.

 

 

1874 - 1926

Harry Houdini (Erich Weiss) (Ungarn/USA)

 

Größter Entfesslungskünstler aller Zeiten. Er befreite sich aus Zwangsjacken, Fesseln, Kisten, Gefängniszellen und Handschel-
len.

 

 

1875 - 1963

Okito (Theo Bamberg) (Niederlande)

 

Weltbekannt wurde er durch seine schwebende Kugel, die er in einem chinesischen Kostüm zu Musikbegleitung vorführte.

 

 

1883 - 1955

Dante (Harry Jansen) (Dänemark)

 

Er reiste  mit einer großen Illusionsrevue durch Europa und den USA.

 

 

1885 - 1965

Harry Blackstone (USA)

 

Mit einer abendfüllenden Illusionsshow trat er ab 1914 auf, bekannt wurde er durch die Präsentation des tanzenden Taschentuches und des verschwindenden Vogelkäfigs.

 

 

1887 - 1978

Alois Kassner (Deutschland)

 

Durch das Verschwinden lassen seines Elefanten Toto wurde er berühmt.

1894 - 1992

Dai Vernon (David Frederick Verner) (Kanada)

 

Er als war “Der Professor” auf der ganzen Welt bekannt. Mit acht Jahren hatte er angefangen zu zaubern und hat sein ganzes Leben der Zauberkunst gewidmet. Viele seiner erfundenen Kartenkunststücke wurden veröffentlicht. Auch heute noch bilden seine Handhabung des Ringspiels, sein Becherspiel und seine Kartentechniken Grundlagen für heutige Routinen.

 

 

1896 - 1973

Cardini (Großbritannien)

 

Weltberühmt war seine Manipulationsnummer, die er als englischer Gentleman mit Monokel vorführte. Dabei staunte er selbst über das Erscheinen von Karten, Billardbällen und brennenden Zigaretten in seinen Händen.

 

 

1901 - 1991

Slydini (Quintino Marucci) (Italien/USA)

 

War erst Bühnenzauberer und wurde ab 1947 als Close-up Experte bekannt. Viele seiner Kunststücke waren weltberühmte Klassiker (z.B. Münzen durch den Tisch)

 

 

1902 - 1996

Geoffry Buckingham (Großbritannien)

 

Er manipulierte mit Münzen, Bällen und Fingerhüten und gewann am FISM-Kongress 1949 den 1. Preis in Manipulation, 1951 gewann er am FISM-Kongress den Grand-Prix.

 

 

1903 - 1963

Kalanag (Dr. Helmut Schreiber) (Deutschland)

 

Ab 1947 zog er mit seiner Revue mit 30 Mitwirkenden durch Europa, Südafrika, USA und Lateinamerika. Seine Wunder-Bar machte ihn bekannt, er produzierte damit alle Arten von Getränken.

 

 

1907 - 1942

Ted Annemann (USA)

 

Die Mentalmagie war sein Spezialgebiet und er entwickelte sie zur Kunstform, auch erfand er viele Kartenkunststücke mit mentalem Effekt.

 

 

1909 - 1978

Robert Harbin (Großbritannien)

 

1965 führte er erstmals die Zig-Zag-Illusion vor, die er erfand.

 

 

1926 - 1980

Fred Kaps (Abraham Bongers) (Niederlande)

 

Er hatte eine ausergewöhnlich starke persönliche Ausstrahlung und war ein Meister der Schauspielkunst und Fingerfertigkeit. Er gewann dreimal den Grand-Prix der FISM, das bis heute noch keiner wiederholt hat.

 

 

1913 - 1991

Ed Marlo (Edward Malkowski) (USA)

 

Erfinder von unzähligen Kartenkunststücken, er verbesserte auch die Techniken von bereits existierenden Kartenkunststücken. In seinem Nachlass befand sich die bisher grösste Sammlung von Büchern über die Kartenkunst.

 

 

1920 - 1991

Albert Goshman (USA)

 

Seine berühmteste Routine war das Wandern von Münzen unter zwei Salzstreuern, er war einer der besten Close-up-Künster aller Zeiten.

 

 

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